Anlage einer Nebenrinne

 

Auf etwa zwei Kilometer Länge soll eine parallel zum Rhein verlaufende Nebenrinne geschaffen werden (dunkel- und mittelgrün im Bild). Dazu müssen mehrere der bestehenden senkrechten Steinschüttungen (Buhnen), die ursprünglich für den Stromausbau errichtet wurden, unterbrochen und die vorhandene Flutrinne in den verlandeten Feldern zwischen den Buhnen vertieft werden. Das Gewässer soll an der Sohle zwischen 10 Meter und 35 Meter breit werden. Damit es die überwiegende Zeit im Jahr von Osten nach Westen (im Bild von rechts nach links) durchströmt ist, erfolgt die Anbindung an den Rhein auf etwa einem Meter unter Mittelwasser. Da in dieser Höhe nur während Niedrigwasserzeiten gebaut werden kann, wird sich die Umsetzung über zwei Jahre erstrecken. Um den Eingriff in die Landschaft so gering wie möglich zu halten, wird das so genannte „Vor-Kopf-Bauverfahren“ angewendet. Dies bedeutet, dass die Baustraße (Orange, linienhafte Flächen im Bild) in der Trasse der zukünftigen Nebenrinne liegen wird und der Ausbau hier schrittweise in Teilabschnitten vom Ende zum Anfang der Rinne betrieben wird.

Um den Durchfluss auf ein bestimmtes Maß zu begrenzen und negative Auswirkungen auf die Schifffahrtsstraße auszuschließen, werden die Ein- und Auslaufbereiche der Nebenrinne befestigt. Damit Wartungsarbeiten an den vorhandenen Hochspannungsmasten möglich bleiben, wird die Buhne westlich des Abgrabungssees zu einer Furt ausgebaut, so dass der Mast, der sich den Großteil des Jahres in Insellage befindet, zumindest zeitweise erreichbar ist. Der Rest der Nebenrinne bleibt unbefestigt, damit Raum für die Entfaltung einer natürlichen Gewässerdynamik entsteht.

Der Aushub aus der Nebenrinne wird größtenteils in den Abgrabungssee am Anfang der Nebenrinne umgelagert und hier unter anderem dafür genutzt, die teilweise sehr steilen Ufer des Sees abzuflachen und so ökologisch aufzuwerten. Material mit zu hoher Schadstoffbelastung wird entsorgt.

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